20 Jahre tbb beamtenbund und tarifunion thüringen

Aus Anlass des 20.Jahrestages des tbb beamtenbund und tarifunion thüringen fand am 08.Juni 2011 in Erfurt  eine Festveranstaltung mit ca. 120 geladenen Gästen statt. Zu den Ehrengästen gehörten unter anderem der Thüringer Innenminister Jörg Geibert, die Landtagspräsidentin Birgit Dietzel, der Oberbürgermeister der Stadt Erfurt, Andreas Bausewein, Vertreter aller im Thüringer Landtag vertretenen Fraktionen, der Vorsitzende des Deutschen Beamtenbundes Peter Heesen, sowie zahlreiche Landesbundesvorsitzende.

In der Eröffnungsrede machte der Landesvorsitzende des tbb, Helmut Liebermann, deutlich, dass die Thüringer Beamten mit der Entscheidung der Landesregierung, die Anhebung zur Tarifangleichung zu verschieben, unzufrieden sind. Er ermahnte die Politik, vor einer ?willkürlichen Benachteiligung? der Beamten und appellierte an die Abgeordneten des Landtages hierfür eine ausreichende Begründung zu fordern und die Thüringer Beamten an der tatsächlichen Einkommensentwicklung teilhaben zu lassen.

Nach zahlreichen Grußworten und der beeindruckenden Festrede des ehemaligen Landesvorsitzenden, Andreas Witschel, in der er auf die 20 jährige Entwicklung und Arbeit der Fachgewerkschaften des tbb und der Landesbünde in den neuen Bundesländern zurückblickte (Veröffentlichung erfolgt in der nächsten GdV - Zeitung), erfolgte die Ehrung verdienstvoller Mitglieder.

Unserer Kollegin Rotraud Süßenbach, stellvertretende Landesvorsitzende der GdV wurde für ihr herausragendes Engagement im Interesse der Mitglieder des Thüringer Beamtenbundes die Ehrenmedaille verliehen.

Die Laudatio zu dieser hohen Auszeichnung hielt die GdV-Landesvorsitzende, Renate Dreyse.

Hierzu gratulieren wir unserer Rotraud nochmals herzlichst!

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v.l.n.r.: Renate Dreyse, Landesvorsitzende der GdV Thüringen; Rotraud Süßenbach, stellvertredende Landesvorsitzende; Helmut Liebermann, Vorsitzender des tbb Beamtenbund und Tarifunion Thüringen.

Laudatio

"Miteinander für soziale Gerechtigkeit"

Unter diesem Motto wurde der 5. Delegiertentag der Gewerkschaft der Sozialverwaltung GdV im letzten Jahr  durchgeführt.

Unter diesem Motto ist auch die fast 20 jährige Arbeit von Rotraud Süßenbach zu würdigen.

"Miteinander für soziale Gerechtigkeit"

Bedeutet: Sich für andere einsetzen, für Gleichbehandlung und Gerechtigkeit im täglichen Arbeitsleben und in den persönlichen Belangen.

Um diese Aufgabe hat sich Rotraud in den fast 20 Jahren Mitgliedschaft in der GdV und damit im tbb verdient gemacht.

Als Beispiel dafür möchte ich nur einige Aufgabenfelder benennen, in denen du dich besonders eingesetzt hast:

Bedarfsgerechte Personalausstattung, Nachwuchsgewinnung, Übernahme von Mitarbeitern nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung, Flexibilisierung der Arbeitszeit zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Altersteilzeitregelungen, tarifgerechte Eingruppierung, Beförderungen, Ausbildung und bessere Aufstiegsmöglichkeiten.

Ich könnte jetzt noch vieles aufzählen, was du in den letzten Jahren geleistet hast.

Mir liegt so vieles am Herzen und auf der Zunge. Aber ich weiß, dass du viel zu bescheiden bist, um dich jetzt hier von uns feiern zu lassen. Und doch wirst du diese kleine Feier über dich ergehen lassen müssen. Es ist unsere Möglichkeit, dir zu zeigen, wie sehr wir deine Leistungen schätzen und dir zu sagen, dass wir alle stolz sind, mit dir zusammenarbeiten zu dürfen.

Gestatten Sie mir einen kurzen Rückblick:

Rotraud gehört zu den Gründungsmitgliedern des GdV- Ortsverbandes Erfurt im Jahr 1992. Sie wurde zur Ortsvorsitzenden gewählt und übte dieses Amt viele Jahre aus.

Bereits am 13.05.1992 wurde sie in die Landesleitung der GdV gewählt und ist seitdem als stellv. Landesvorsitzende tätig.

Neben der ehrenamtlichen Arbeit in der GdV warst du Personalratsvorsitzende im örtlichen Personalrat des Versorgungsamtes Erfurt, Vorsitzende des Bezirkspersonalrates im LASF und Mitglied im Hauptpersonalrat des TMSFG. Durch dein konsequentes, forderndes und sachliches Auftreten in den Gesprächen mit dem Präsidenten des LASF, dem Sozialminister und dem Staatssekretär konnten zahlreiche Verbesserungen für die Beschäftigten des LASF und der Versorgungsämter erreicht werden.

Besonders hervorzuheben ist dein ausgeprägtes soziales Engagement gegenüber den Mitgliedern (z.B. bei Krankheit, Tod) aber auch gegenüber den Antragstellern und Bedürftigen. Du hast die Aufgabe der besonderen Betreuung bis zur Auflösung im Versorgungsamt Erfurt ausgeübt. Und dir besondere Verdienste erworben. Für dich war es eine schöne und erfüllte Aufgabe, sich den Beschädigten und deren Familien anzunehmen und diese bei der Antragstellung und Durchsetzung der Ansprüche zu unterstützen.

In den vielen Gesprächen zur Erhaltung der Versorgungsämter und deren Reformierung hast du immer auf die unmittelbare Bürgernähe dieser Aufgaben hingewiesen.  Mit deiner direkten Art, wie z. B. der bildlichen Darstellung - ?wir stehen am Krankenbett? hast Du überzeugt.

Du hast dich im Rahmen der Behördenstrukturreform durch Gespräche mit Landtagsabgeordneten, dem Sozialminister, Herrn Dr. Zeh, sowie dem Staatssekretär, Herr Illert besonders engagiert. Du hast am Mitarbeiterkonzept zur Reformierung der Verwaltung mitgewirkt, eine große Demo vor dem Thüringer Landtag organisiert und gesprochen und zahlreiche Aktionen gegen die Auflösung der Versorgungsämter begleitet.

Wenn es notwendig war, unterstützten die GdV- Mitglieder des Versorgungsamtes Erfurt die Aktionen des tbb in Erfurt (z.B. Menschenkette, Warnstreik vor dem Finanzministerium, Demo in Berlin). Du warst immer der Motor dieser Aktionen und hast die damalige Landesvorsitzende, Marlene Wolf, auch auf Bundesebene und im LaHaVo des tbb vertreten.

Du wirst von den Kolleginnen und Kollegen als motivierte, kompetente und zuverlässige Kollegin geschätzt.

"Miteinander für soziale Gerechtigkeit" ist für uns mit deinem Namen verbunden.

Liebe Rotraud als Zeichen unserer Wertschätzung darf ich dir deshalb die Ehrenmedaille für hervorragendes Engagement im Interesse der Mitglieder des Thüringer Beamtenbundes überreichen.   

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