GdV

Die GdV als Gewerkschaft der Sozialverwaltung bezweckt die Vertretung und Förderung der berufspolitischen, berufsrechtlichen und fachlichen Belange ihrer Mitglieder. 

 

< Informationsveranstaltung des GdV-Ortsverbandes Suhl
10.01.2018 15:45 Alter: 313 days

6. Landesdelegiertentag der GdV am 06. November 2017 in Weimar


v.l.n.r.: Roland Richter, Isolde Klett, Manuela Krannich, Monika Rudolf, Renate Dreyse, Stefan Dröws

Auf dem 6. Landesdelegiertentag der GdV am 06. November 2017 in Weimar wurde eine neue Landesleitung gewählt. Zur neuen Landesvorsitzenden wurde Monika Rudolf gewählt.

Die bisherige Landesvorsitzende Renate Dreyse stellte sich keiner Neuwahl.

Die neuen Stellvertreter sind Roland Richter, Isolde Klett und Manuela Krannich. Schatzmeister bleibt weiterhin Stefan Dröws. Fachbeisitzer sind Renate Dreyse, Jersett Müller, Klemens Zentgraf und Martin Peters. Als Kassenprüfer sind weiterhin Anke Kästel und Silke Hennig bestätigt.

Als Gast nahm auch der Bundesvorsitzende der GdV Thomas Falke teil.

Frau Dreyse bezog sich in ihrem Geschäftsbericht auf das Motto des Landesdelegiertentages "GdV Dein Verband mit Herz und Verstand" und mahnte alle Anwesenden auch bei der gewerkschaftlichen Vertretung füreinander da zu sein. Ziel und Zweck eines Landesverbandes ist es, die Mitglieder mit Rat und Tat zu unterstützen und möglichst vor Ort zu sein bei Personalversammlungen, Tarifauseinandersetzungen, Personalratswahlen und bei Sitzungen des tbb.  Hervorgehoben wurde auch die wichtige Arbeit in den Ortsverbänden, da hier die Hauptverantwortung für die Mitgliederbetreuung liegt.

Ein dringender Appell ging an die neue Landesleitung und die Interessenvertretungen sich für die Beseitigung der Ungerechtigkeit bei der Anrechnung von Reisezeiten auf die Arbeitszeit im Thür. Landesverwaltungsamt einzusetzen.

Als Schwerpunkt der Arbeit wurde die Werbung von neuen Mitgliedern als permanente Aufgabe des Landesvorstandes hervorgehoben, da nur so eine starke Interessenvertretung gewährleistet werden kann. Als weiterer Schwerpunkt der Arbeit wurde auf die anstehende Verwaltungsreform in Thüringen Bezug genommen und appelliert, dass diese fachlich und finanzpolitisch sinnvoll für die Bürgerinnen und Bürger und natürlich auch für die Beschäftigten und Gewerkschaftsmitglieder umzusetzen sei.

Als wichtige Forderung wurde klargestellt, dass die Voraussetzungen zu schaffen sind, die einen schnellen und unbürokratischen Gesetzesvollzug ermöglichen.

Frau Dreyse bedankte sich bei allen Mitstreitern in der Landesleitung, der Geschäftsführerin und einer Vielzahl von GdV-Mitgliedern die die Landesleitung bei ihrer bisherigen Arbeit unterstützt haben.  

Die neue Vorsitzende Monika Rudolf begrüßte im öffentlichen Teil der Veranstaltung den Präsidenten des TLVwA Frank Roßner und den Landesvorsitzenden im tbb beamtenbund und tarifunion thüringen Helmut Liebermann.

Als Ziel der gewerkschaftlichen Vertretung hob sie hervor, die Beschäftigteninteressen und das Miteinander nicht aus den Augen zu verlieren. Um eine gut funktionierende Sozialverwaltung sicherstellen zu können werden auch in Zukunft ausreichend qualifizierte, motivierte und engagierte Beschäftigte in den Verwaltungen gebraucht. Sie forderte, dass bei allen anstehenden Veränderungen im Rahmen der Verwaltungsreformen die sozialen Belange der Beschäftigten stets besonders berücksichtigt werden.

Die neue Landesvorsitzende verlangte dazu, dass die frühzeitige Einbindung und Information der Mitarbeiter, Personalvertretungen und Gewerkschaften bei der Umsetzung der Verwaltungs- und Funktionalreform gewährleistet wird. Des Weiteren wurde der Schwerpunkt in der bedarfsgerechten Ausbildung und in der Erhöhung der Ausbildungszahlen gesehen. Eine leistungsfähige Sozialverwaltung ist Voraussetzung für eine verlässliche und öffentliche Infrastruktur und setzt ausreichend qualifiziertes Personal voraus. Dazu muss der öffentliche Dienst attraktive und wettbewerbsfähige Beschäftigungsbedingungen bieten um dem Personalschwund vor zu beugen. Dafür wird sich die GdV auch in ihren Bereichen einsetzen.

Flexible Arbeitszeitgelungen würden genauso wie eine Modernisierung des Thür. Personalvertretungsgesetzes als wichtige Schwerpunkte für die gewerkschaftliche Arbeit gesehen.

Die Ministerin des TMASGFF Heike Werner übermittelte Grußworte an den Gewerkschaftstag und hob die Wichtigkeit einer frühzeitigen Einbindung in die Entscheidungsprozesse ebenso hervor wie eine deutliche Erhöhung der Ausbildungszahlen.

Der Bundesvorsitzende der GdV Thomas Falke übermittelt Grüße des Bundesvorstandes der GdV und stellt eine wichtige Forderung auf. Der öffentliche Dienst muss sich um ein Sicherheitskonzept für die Mitarbeiter des Öffentlichen Dienstes bemühen. Die Bedingungen haben sich gravierend zum negativen geändert. Es geht nicht mehr nur um verbale Angriffe sondern auch um tätliche und sogar tödliche Angriffe. Hier muss unbedingt ein Umdenken erfolgen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der fortschreitende Personalschwund. Um diesem entgegen zu wirken müssen die Arbeits- und Ausbildungsbedingungen verbessert werden. Es darf nicht nur auf die Digitalisierung der Verwaltung geschaut werden sondern auch auf die Verbesserung der Rahmenbedingungen für die IT Fachleute und Beschäftigten.

Die Arbeitswelt verändert sich und so müssen sich auch die Bedingungen für die Mitarbeiter ändern. Unsere Aufgabe als GdV ist es, sich dafür stark zu machen.

Frank Roßner, Präsident TLVwA, berichtete über eigene positive Erfahrungen in der Gewerkschaftsarbeit und informierte über den Stand der bevorstehenden Verwaltungsstrukturreform und die Auswirkungen auf das TLVwA. Die Ausbildungszahlen sind durch die Attraktivität und die Vielzahl der Angebote ein Problem. Er hob hervor, dass durch die hohe Altersstruktur im TLVwA und dem Ausscheiden des Personals eine Aufgabenbündelung unumgänglich sei. Als ein Instrument zur Straffung von Aufgaben wird hier die dringend umzusetzende Digitalisierung gesehen,  um den Personalverlust zu kompensieren.

Der Vorsitzende des tbb Helmut Liebermann beglückwünschte die neue Landesleitung der GdV und mahnte an, dass im Rahmen der Behördenstrukturreform die Fachbereiche angehört und frühzeitig in die Entscheidungsfindung mit eingebunden werden müssen, um so eine optimale Aufgabenkritik zu gewährleisten.

Das geplante Personalabbaukonzept müsse dringend gestoppt werden.

Er hob hervor, dass der öffentliche Dienst aktuell noch 56.000 Mitarbeiter habe und das Abbauziel bei 42.000 Mitarbeitern liege. Dies würde einen Abbau von 14.000 Mitarbeitern bedeuten. Allerdings sei der Abbau weder bei der Polizei noch bei den Lehrern zu akzeptieren und auch nicht bei der Sozialverwaltung.

Er machte ebenso auf die Nachwuchsgewinnung im Öffentlichen Dienst schwerpunktmäßig aufmerksam, weil der hohe Altersdurchschnitt nicht ignoriert werden könne.

Er würdigte die Kompetenz und die gute Arbeit der bisherigen Landesleitung.

Im Rahmen der Veranstaltung wurden zahlreiche Ehrungen vorgenommen.

Monika Rudolf dankt der bisherigen Landesvorsitzenden Renate Dreyse mit einer Laudatio für ihr großes Engagement und ihr kämpferisches Durchsetzungsvermögen in den letzten sieben Jahren, wünschte ihr alles Gute und bedankte sich über deren Bereitschaft, die neue Landesleitung weiterhin zu unterstützen.  

Eine weitere Ehrung und Verabschiedung aus der Landesleitung wurde Rotraud Süßenbach zuteil. Sie gehörte zu den Gründungsmitgliedern des GdV Ortsverbandes Erfurt und übte das Amt der Ortsvorsitzenden viele Jahre aus. Auch sie wird als Gleichstellungsbeauftragte des TLVwA weiterhin die Arbeit der GdV Landesleitung aktiv unterstützen.

Weitere Ehrungen erhielten die Ortsvorsitzende aus Suhl Susanne Zemitzsch und die langjährige Schatzmeisterin Birgit Brüggemann vom Ortsverband Weimar.

Mit der goldenen Ehrennadel der GdV wurde Dagmar Toll für die langjährige Tätigkeit im Arbeitnehmerausschuss geehrt.

Zum Abschluss bedankte sich die neue Landesvorsitzende Monika Rudolf bei allen Teilnehmern und Organisatoren des 6. Landesdelegiertentages und für das entgegengebrachte Vertrauen. Sie appellierte an die Unterstützung aller Anwesenden um wie ihre Vorgängerinnen Marlene Wolf und Renate Dreyse die kommenden Aufgaben mit ebenso viel Kampfgeist und Elan meistern zu können.

Monika Rudolf

Landesvorsitzende


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