GdV

Die GdV als Gewerkschaft der Sozialverwaltung bezweckt die Vertretung und Förderung der berufspolitischen, berufsrechtlichen und fachlichen Belange ihrer Mitglieder. 

 

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04.07.2016 10:04 Alter: 2 yrs

Vertreter der GdV feierten 25 Jahre beamtenbund und tarifunion thüringen (tbb

Am Freitag, den 20. Mai 2016, folgten 6 GdV Mitglieder der Einladung des tbb, um dessen 25-jähriges Jubiläum im Kaisersaal in Erfurt zu feiern.


Isolde Klett, Susanne Zemitzsch, Roland Richter,  Kathlen Schumann , Marlene Wolf

Der tbb hatte Vertreter aus Politik, Verwaltung und Gewerkschaften in den Kaisersaal eingeladen. Etwa 120 Gäste aus der Bundes- und Landespolitik sowie aus anderen Gewerkschaften nahmen teil.    

   

Der Thüringer Ministerpräsident Bodo Ramelow, Oberbürgermeister der Stadt Erfurt Andreas Bausewein, sowie mehrere Minister (Dr. Birgit Klaubert, Holger Poppenhäger, Heike Werner), Staatssekretäre und Landtagsabgeordnete wurden begrüßt.

 

Der Vorsitzende des tbb Helmut Liebermann forderte in seiner Rede den anwesenden Ministerpräsidenten sowie den Innenminister dazu auf, auch auf die Argumente der Gewerkschaften einzugehen und einen Austausch zuzulassen. "Die Bedenken der Beschäftigten müssen ernst genommen werden und nicht mit der pauschalen 'Angst vor Veränderung' vom Tisch gewischt werden". Auch forderte Liebermann mehr Solidarität im Umgang Miteinander. Er stellte heraus, dass Thüringen nach nunmehr 25 Jahren der Wiedervereinigung im Vergleich zu den Alt-Bundesländern im Beamtenbereich noch immer nicht die gleichen strukturellen Verhältnisse aufweist. Thüringen hängt im Bereich der Verbeamtungen und Beförderungen weit zurück.

 

Ministerpräsident Bodo Ramelow stellte in seinem Grußwort heraus, dass der öffentliche Dienst Teil eines gut funktionierenden Systems sei, um das uns manch anderes Land beneide. Er dankte allen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes für die so selbstverständlich hingenommene Arbeit, die gar nicht so selbstverständlich sei. Als Schwerpunkt der Arbeit müsse die zwischen den Spitzenverbänden tbb, DGB und der Landesregierung bestehende Beteiligungsvereinbarung dringend erweitert werden und auch die Diskussion um einen Pensionsfonds für die Beamten müsse weitergeführt werden.

 

Auch Oberbürgermeister Andreas Bausewein stellte in seinem Grußwort fest, dass es die Entwicklung Thüringens ohne das Engagement der Beschäftigten im öffentlichen Dienst, in den vergangenen 25 Jahren, nicht gegeben hätte. Er ging in seiner Rede auf das Missverhältnis der Erwartungen der Bürger auf Einsparungen im Personalkostenbereich einerseits sowie die tatsächlichen Arbeitsbedingungen im öffentlichen Dienst andererseits ein. Er kenne mittlerweile einige Beamte, die sich in die freie Wirtschaft wegbeworben haben, "weil sie dort einfach besser verdienen", so Bausewein.

 

Dbb Chef Klaus Dauderstädt erinnerte an die schwierige Ausgangslage der gewerkschaftlichen Arbeit in den neuen Bundesländern und gab in seiner Rede einen geschichtlichen Überblick über die Entwicklung nach der Wende. Damals wichen die Bedingungen in Ost und West wesentlich voneinander ab. Und auch heute gebe es noch immer Differenzen, wie beispielsweise im Rentenrecht oder bei der Unkündbarkeit im Tarifrecht. Dauderstädt forderte "eine angemessene Personalausstattung und Bezahlung müsse wieder her, am besten auf bundeseinheitlicher Ebene." Für die Arbeit des tbb gibt es also auch für die nächsten 25 Jahre noch einiges zu tun.

 

Die Teilnehmer der GdV, Isolde Klett, Susanne Zemitzsch, Roland Richter, Uta Fischer und Kathlen Schumann engagieren sich in Arbeitsgruppen im tbb. Insoweit war diese Feierstunde ein gelungener Anlass sich für ehrenamtliche Arbeit zu bedanken. Marlene Wolf nahm als Ehrenmitglied des tbb am Festakt teil.

 

Es war ein Abend der Rückblicke und Erinnerungen, aber auch mit klaren Aussichten für die Zukunft. Ebenso ein schöner Abend der Geselligkeit, des Feierns und der Gespräche.


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